GEMA, GVL, GEZ, VG Wort: Welche Verwertungsgesellschaft zahlt mein Betrieb wofür?
GEMA, GVL, Rundfunkbeitrag (früher GEZ) und VG Wort. Vier Namen, ständig verwechselt. Wer kassiert im Betrieb eigentlich was, und wofür?
Die GEMA vertritt Komponisten, Textdichter und Musikverlage. Sie kassiert für die öffentliche Wiedergabe von Musikwerken, also für Hintergrundmusik und Veranstaltungen.
Die GVL vertritt ausübende Künstler und Tonträgerhersteller, das sind die Leistungsschutzrechte. Sie wird meist als Aufschlag zusammen mit der GEMA abgerechnet und taucht selten als eigene Rechnung auf.
Der Rundfunkbeitrag, früher GEZ genannt, geht an die öffentlich-rechtlichen Sender und nicht an die GEMA. Betriebe zahlen ihn nach Betriebsstätte, Beschäftigten und Firmenfahrzeugen, völlig unabhängig davon, ob überhaupt Musik läuft.
Die VG Wort vertritt Autoren und Verlage von Texten. Für die meisten Betriebe ist sie nicht relevant, sondern eher für Verlage, Bildung oder ähnliche Konstellationen.
Neu und erklärungsbedürftig ist die Rolle ab 2026: Die GEMA tritt verstärkt als zentrale Inkassostelle auf und zieht Vergütungen auch für weitere Gesellschaften mit ein, genannt werden unter anderem GVL, VG Wort, Corint Media und ZWF. Für Betriebe heißt das: eine Rechnung, mehrere Rechteinhaber dahinter. Das wird übersichtlicher, macht es aber wichtiger zu verstehen, was alles in der GEMA-Rechnung steckt.
| Stelle | Vertritt | Betrieb zahlt wofür |
|---|---|---|
| GEMA | Komponisten, Texter, Verlage | öffentliche Musikwiedergabe |
| GVL | Interpreten, Tonträgerhersteller | Leistungsschutz, meist als GEMA-Aufschlag |
| Rundfunkbeitrag | öffentlich-rechtliche Sender | Betriebsstätte, unabhängig von Musik |
| VG Wort | Text-Autoren und -Verlage | meist nicht relevant |
Was ändert GEMA-freie Musik daran? Sie entfernt die Positionen GEMA und GVL aus Ihrer Kalkulation. Der Rundfunkbeitrag bleibt davon unberührt, denn er hat mit Musikrechten nichts zu tun.
SupermarktFM kümmert sich um genau diese zwei Positionen: 100 Prozent GEMA-freie Musik, also keine GEMA und keine GVL. Was sich 2026 strukturell ändert, vertieft GEMA-Gebühren 2026, die konkrete Kostenseite zeigt das Rechenbeispiel für Restaurants.
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Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Zuständigkeiten und das zentrale Inkasso können sich weiter entwickeln. Maßgeblich sind die offiziellen Angaben der jeweiligen Verwertungsgesellschaften.